BürgerTelefonKrebs

Das BürgerTelefonKrebs ist ein kostenfreier Telefonservice des Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF) für Betroffene, Angehörige, Freunde und Bekannte sowie Ärzte und allgemein Interessierte. Wenn Sie Fragen zum Thema Krebs haben – zögern Sie nicht und rufen Sie an: 0800-8510080.

Die sechs bayerischen Universitätsklinika helfen mit dem Bürgertelefon bei Fragen zum Thema Krebs

Eine Krebserkrankung löst bei vielen Betroffenen Angst aus. Im Falle einer Krebsdiagnose bricht im ersten Moment für viele Patienten und deren Angehörige eine Welt zusammen – sie wissen einfach nicht weiter. Durch die Erfolge in der Krebsforschung haben sich die Behandlungen deutlich verbessert. Damit der Zugang zu neuen Krebstherapien in Zukunft noch schneller gelingt, haben sich die sechs Universitätsklinika Augsburg, Erlangen, die zwei Uniklinik-Standorte in München, Regensburg und Würzburg mit Unterstützung des Freistaats zum Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) zusammengeschlossen. Unter der kostenfreien Nummer 0800 85 100 80 können Bürger alle Fragen zum Thema Krebs stellen. Alle Informationen sind auch auf der Website www.bzkf.de veröffentlicht.

Nach einer Krebsdiagnose gibt es viele Fragen, aber das erste Gespräch mit dem Arzt ist dann oft schon vorbei. Und natürlich sprechen auch Angehörige und Freunde Themen an, zu denen den Patienten die Antworten fehlen. Damit die Betroffenen, aber auch Angehörige, nicht bis zum nächsten Arzttermin warten oder Dr. Google fragen müssen, wurde das Bürgertelefon Krebs eingerichtet. Das Team des BZKF-Bürgertelefons vermittelt verständlich Fachbegriffe und gibt Hilfestellung an die Patientinnen, Patienten und deren Angehörige.

Diagnose Krebs? – 1000 Fragen?

Rufen Sie beim BürgerTelefonKrebs an. „Wir holen die Anruferinnen und Anrufer dort ab, wo Sie stehen und helfen weiter“, erklärt Susanne Kagermeier, ausgebildete Krankenpflegerin und Ansprechpartnerin am Bürgertelefon. Bereits seit 2011 hilft sie Menschen bei ihren Fragen zum Thema Krebs. „Wir beantworten sämtliche Fragen von A bis Z. Dabei geht es in manchen Fällen einfach nur um eine Fahrtkostenrückerstattung, aber eben auch um das Erklären eines Befundes“, so Susanne Kagermeier. Frau Kagermeier und ihr Kollege Volker Davinghausen verstehen sich als Dolmetscher für die Patientinnen und Patienten, zugleich aber auch als Anker, Ratgeber und Lösungsanbieter.

So entstehen auch sehr persönliche Gespräche, die sich zum Teil über mehrere Wochen parallel zu einer Therapie fortsetzen. Fragen zur Notwendigkeit einer Chemotherapie oder der Wunsch nach einer Zweitmeinung werden immer wieder angesprochen.

Das BZKF bündelt die Krebsforschung in Bayern und macht sie für alle zugänglich

Vor allem Menschen aus dem ländlichen Raum, die keine Universitätsklinik in der Nähe haben, sind auf leicht zugängliche Informationen angewiesen. Am Bürgertelefon erfahren sie, wo das nächste Krebszentrum ist, welche Personen in ihrem konkreten Fall zuständig sind, oder wo sie etwa eine Zweitmeinung im Rahmen eines Tumorboards erhalten können. In einem interdisziplinären Tumorboard wird von Fachexperten das Vorgehen der Behandlung besprochen und eine Empfehlung zu den besten Behandlungsmöglichkeiten nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft gegeben. Darüber hinaus werden in manchen Fällen Rückrufe durch einen Arzt organisiert, Broschüren verschickt, Selbsthilfegruppen empfohlen oder einfach – und das ist oft das Wichtigste – zugehört.

Es ist wichtig, sicherzustellen, dass die Ansprechpartner am Bürgertelefon Krebs Zeit für sämtliche Fragen der Erkrankten, Angehörigen und Freunde haben. „Wir wollen allen helfen, auch wenn es manchmal kleine Hürden zu überwinden gibt“, erklärt Davinghausen, der seit Februar Mitglied des Bürgertelefon-Teams ist, aber ebenfalls seit den 80er Jahren Krebspatienten berät.

Detektive im Auftrag des Bürgertelefons

Für eine fundierte Zweitmeinung im Rahmen eines Tumorboards benötigen die Experten sämtliche Befunde der Erkrankten. Auch hier unterstützt das BZKF-Team am Telefon: „Wir rufen bei den verschiedenen Stellen an und lassen uns fehlende Unterlagen zuschicken. Das ist manchmal ein wenig mit Detektivarbeit zu vergleichen“, erklärt Davinghausen lachend.

Doch letztendlich geht es beim Bürgertelefon Krebs und dem Bayerischen Krebsforschungszentrum (BZKF) immer darum, den Patienten bestmöglich zu helfen: sie an die richtigen und dem Heimatort am nächsten gelegenen Krebszentren mit Spezialisten aus der Medizin zu vermitteln und so neue Therapieformen, die Teilnahme an Studien oder entscheidende Wege zur Nachsorge zu ermöglichen.

Weitere Informationen: Flyer zum BürgerTelefonKrebs

Diagnose Krebs? – 1000 Fragen? Rufen Sie an.

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